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Leseprobe aus:
"Wer, wenn nicht wir?"
1934 begann der Aufstieg des CV
Stephan Neuhäuser
"Wer aber später die Geschichte dieser bewegten Jahre
schreiben wird, der wird will er nicht die geistigen und
bündischen Grundlagen vernachlässigen, von denen sich
das katholische Führertum Österreichs abhebt jenes
Verbandes gedenken müssen, dessen Mitglieder die Waffen
des Geistes ebenso zu führen vermochten, als sie mit dem
Stutzen für Ehre, Freiheit, Vaterland zu kämpfen bereit waren."
(Mitteilungsblatt des ÖCV und des ÖAHB, Mai 1936)
"Die Dollfußstraße ist keine andere als traditionelle CV-Straße."
(Mitteilungsblatt des ÖCV und des ÖAHB, März 1937)
S. 103 112:
Exkurs: Der katholische Antisemitismus des ÖCV
"Der Holocaust hat keine sozialen, ökonomischen, noch massenpsychologischen Gründe. Er ist ausschließlich heilstheoretischer Natur, seine Interpretation kann deshalb nur religionsgeschichtlicher Natur sein. Im Christentum bleibt die Idee des Menschenopfers als heilstheologische Notwendigkeit der Menschheitserlösung tradiert. Die Ermordung des europäischen Judentums war in den Aussagen Hitlers und seiner Anhänger die heilige Tat, die heilstheologische Voraussetzung für das 'Tausendjährige Reich", sagt der Soziologe Michael Ley (Genozid und Heilserwartung, zitiert in: Katholisches Österreich, S. 206). Der bekannte Holocaustforscher und Politikwissenschafter an der Universität von Vermont Raul Hilberg stellt fest, dass "Ausschwitz die extremste Konsequenz des christlichen Antijudaismus" ist, und, dass ohne dessen "religionsgeschichtlichen Komponenten (...) dieses moderne Menschenopfer nicht vorstellbar" wäre (in: Katholisches Österreich, S. 201).
Offener Antisemitismus war von 1918 bis 1938 allgegenwärtig. Sein Bannerträger war in erster Linie die vom christlichen Antisemitismus motivierte Christlichsoziale Partei, die zehn von zwölf Bundeskanzlern der Ersten Republik stellte, von denen wiederum fast alle dem ÖCV angehörten. Nur Eintageskanzler Breisky (1922) und Kurzzeitkanzler Ernst Streeruwitz (von Mai bis September 1929) gehörten als christlichsoziale Kanzler nicht dem ÖCV an. Johannes Schober (drei Kabinette zwischen 1921 und 1929) war zwar parteifrei, aber in Worten und Werken eindeutig konservativ; außerdem war er Mitglied der deutschnationalen Burschenschaft "Barden zu Wien".
Belege für den österreichischen Antisemitismus finden sich in der christlichen und nationalen Presse, "die sich [nach 1933] nur im Radikalismus des Ausdrucks von der illegalen nationalsozialistischen Presse unterschied", während antijüdische religiöse "Argumente" oft als Mäntelchen für andere Formen des Antisemitismus dienten (Maderegger, S. 187 ff). Der Schritt vom christlichen zum rassisch definierten Antisemitismus war jedenfalls ein kleiner, der von allzu vielen Personen allzu oft getan wurde. Auch im ÖCV bestand diese "antijüdische Grundströmung", wie der Journalist und ÖCVer Hubert Feichtelbauer (Kürnberg, Wien) im Jahr 2000 in der Zeitung seiner Verbindung feststellte (Kürnberg, S. 1). Die ÖCV-Verbindung Austria stößt sich beispielsweise bis heute nicht daran, dass ihr Ehrenmitglied, der Jesuit und Beichtvater des letzten österreichischen Kaisers Karl, Pater Heinrich Abel, in einer Predigt in Mariazell die Ausrottung der Juden empfahl, wie Arthur Schnitzler überlieferte (profil, S. 37). In der Christlichsozialen Partei war der Antisemitismus abseits der regelmäßigen Hetze im christlichsozialen Parteiblatt "Reichspost" Programm (an der Textierung des Parteiprogrammes war der Priester und ÖCVer Ignaz Seipel maßgeblich beteiligt): "Als national gesinnte Partei fordert die christlichsoziale Partei die Pflege deutscher Art und bekämpft die Übermacht des zersetzenden jüdischen Einflusses auf geistigem und wirtschaftlichem Gebiete." (Parteiprogramm der Christlichsozialen Partei 1927, Berchtold, S. 376). Und schon 1920 forderte der österreichische CV im (damals noch gesamtdeutschen) CV anlässlich der Cartellverbandsversammlung (CVV) in Regensburg unter der Führung der Wiener Verbindung Franco-Bavaria, "nur Studenten deutsch-arischer Abstammung, nachweisbar bis auf die Großeltern, in den Reihen einer katholischen Verbindung zu dulden." (lönnecker.at). Dieser Antrag wurde vom österreichischen CVer Engelbert Dollfuß eingebracht, scheiterte aber daran, dass die Mehrheit (also die deutschen CV-Verbindungen) den Antrag ablehnten. Die Essenz dieses rassenantisemitischen Antrags Dollfuß im Namen des späteren ÖCV findet sich 1936, also 16 Jahre später, in einem Vortrag des ÖCVers Emmerich Czermak (Nordgau, Wien) in erschreckender Deutlichkeit wieder.
Emmerich Czermak, christlichsozialer Unterrichtsminister und 1934 als letzter Obmann auf Zuruf seines Cartellbruders Dollfuß auch Liquidator der Christlichsozialen Partei, war bis 1938 Präsident des niederösterreichischen Landesschulrates. Anläßlich einer Schulungstagung (!) für junge ÖCV-Funktionäre 1936 sagte er: "Die Judenfrage existiert daher sicherlich auch für uns CVer, aber wir haben sie im CV gelöst. Für uns gibt es diese Frage nicht in dem Umfang wie etwa im Staate Österreich, denn in unserem eigenen Kreise ist sie schon gelöst: wir sind judenrein. Bei uns ist der Arierparagraf erfüllt... Seit seiner Gründung hat der CV viele aufgenommen, auch Republikaner und Monarchisten in seinen Reihen gehabt, aber immer nur Katholiken, immer oder meistens nur Katholiken, die sich in Wort und Tat zum Katholizismus bekannt haben. Für uns war es immer selbstverständlich, dass Halbjuden und jüdisch Belastete nicht in unsere Reihen gehören. Der sogenannte Rassenstandpunkt ist also durch uns praktisch richtig gehandhabt worden. Erst wenn einer als unserem Wesen angeglichen anzusehen war, haben wir uns nicht mehr an der Großmutter oder Urgroßmutter gestoßen. Ich halte die Ansicht nach wie vor für falsch, dass der Jude Anspruch darauf hat, ins Christentum leicht hineinzukommen, rasch Anerkennung zu finden und sofort auch als Volksgenosse zu gelten. Seipel hat einmal bemerkt, dass man durch die Taufe in die Gemeinschaft der Kirche aufgenommen wird und nicht in ein Volk; ein Chinese, der getauft wurde, bleibt immer ein getaufter Chinese. Ich bleibe bei der Auffassung: Unsere Religion ist zu kostbar, als dass wir nicht von dem, der Aufnahme in sie findet, verlangen dürften, dass er Opfer bringt. Der Jude, der Katholik geworden ist, wird es sein Leben lang ertragen müssen, nicht in allen Belangen, insbesondere nicht als Volksgenosse Anerkennung zu finden. (...) Es wird also an uns die Frage herantreten, welchen Anteil am Neuaufbau die Juden haben sollen und wie das jüdische Volk in die Neuordnung eingegliedert werden soll, wie wir in der Wirtschaft das christliche Prinzip durchsetzen können, ohne dabei die Juden umzubringen, aber auch ohne in der alten Manier des Fortwurstelns zu verbleiben." (Emmerich Czermak, Der CV und die Judenfrage, in: Krasser 1936, S. 61 f).
In derselben Schulungsveranstaltung rechtfertigte der letzte Obmann der Wiener Christlichsozialen Partei, Mitglied des ständestaatlichen Bundestages und ÖCVer Robert Krasser, die Annäherung von deutschnationalen Burschenschaften und CV-Verbindungen in den Jahren nach dem Ersten Weltkrieg mit den gemeinsamen Feinden, den "Juden" und den "Sozialisten": "Das gemeinsame Fronterlebnis, das, anfangs so viel versprechend, allerdings bald wieder verblasste, besonders aber die unheimliche Verjudung unserer Hochschulen und das immer stärkere Herandrängen der Sozialisten zwangen die Nationalen, mit den Katholen zu rechnen: so wurde die Gleichberechtigung zugestanden und wenigstens äußerlich ein Frieden hergestellt." (Robert Krasser in: Krasser 1936, S. 116). Eine Randbemerkung zur "unheimlichen Verjudung" der Hochschulen: von 1933 bis 1936 verringerte sich die Zahl jüdischer StudentInnen deutlich (Gesamtzahl/davon jüdisch, jeweils 1933 und 1936: Universität Wien: 11.671/2.246, 10.153/1.592, Universität Graz: 2.556/47, 2.137/40, Innsbruck 2.517/19, 1.737/5, Technische Hochschule Wien 2.626/289, 1.871/209, Technische Hochschule Graz: 673/7, 643/10; vgl. Maderegger, S. 153).
Mit seinem antisemitischen Kurs befand sich der ÖCV durchaus im Einklang mit dem "schleichenden Antisemitismus" ("quiet antisemitism", Pauley, S. 268 ff) des austrofaschistischen Alltags. Schon im Februar 1934 wurden SozialdemokratInnen mit dem Ruf "Judengesindel, wir werden es euch schon zeigen" in die Arrestzellen getrieben (Die Wahrheit, S. 7). Es stimmt zwar, dass seitens des Dollfuß/Schuschnigg Regimes keine antisemitischen Gesetze erlassen wurden, doch begegnete man Juden mit Vorbehalt: "Gewiss sind in der Verfassung sehr weitgehende Sicherungen für den christlichen, katholischen Kurs eingebaut, die kulturellen Gegensätze in unserem Volke bestehen aber doch in unvermindeter Schärfe weiter und selbst viele, die heute sehr katholisch reden und vaterländisch tun, sind doch nicht mit dem Herzen dabei (Judenzeitungen!)... der alte Liberalismus ist zwar als politischer Faktor erledigt, als geistige Macht wirkt er noch weiter" erklärte Robert Krasser 1936 (Krasser 1936, S. 17 f). Seitens der Regierung wurde die anhaltenden Diskriminierung von Juden insbesondere in der öffentlichen Verwaltung nicht behindert. Die wirtschaftliche Lage der Juden wurde von regelmäßigen antisemitischen Aktionen, darunter Boykott, Geschäftsblockaden durch "arische Geschäftsweiser", Diskriminierung im Berufsleben usw., massiv beeinträchtigt (Maderegger, 2. 267). Die Diskriminierung war besonders in der öffentlichen Verwaltung deutlich: von etwa 160.700 öffentlich Bediensteten in Österreich waren 1935 gerade einmal 682 jüdisch (0,28%). "Bei Entlassungen aus dem öffentlichen Dienst war oft eine sozialdemokratische Vergangenheit deren Mitursache, meist dient sie aber als Vorwand. Vier Fünftel aller entlassenen Juden, erklärte die Zeitung Der jüdische Weg, hatten mit Politik nichts zu tun und wurden nur weggeschickt, weil sie Juden waren." (Maderegger, S. 240 f). Weitere Vorfälle dieser Art werden von Sylvia Maderegger belegt, die zum Thema "Die Juden im österreichischen Ständestaat 1934 1938" dissertierte (zur besonders diskriminierten jüdischen Ärzteschaft s. Maderegger, S. 224 ff und im Gegensatz dazu die Auflistung von 110 ÖCV-Ärzten alleine in Wien im ÖCV-Mitteilungsblatt 10, 1936, S. 15 f). Aber angesichts des drohenden Nationalsozialismus fand das austrofaschistische Regime gewissermaßen als das kleinere Übel bei etlichen Juden latente Unterstützung (Maderegger, S. 83), was zu deren Denunziation als "Dollfuß-Juden" führte (Gedye, S. 73).
Ein Indiz für die wachsende Akzeptanz des Antisemitismus nationalsozialistischer Prägung innerhalb des ÖCV sind neben den zahlreichen Vorträgen zur "Judenfrage", die im ÖCV-Mitteilungsblatt angekündigt wurden (und kaum einen anderen Grundtenor gehabt haben dürften, als der schon zitierte Vortrag zu diesem Thema) auch die die Annoncen der Bundesländerversicherung in den letzten beiden Ausgaben des Mitteilungsblattes vom Jänner bzw. Februar 1938. Vorauszuschicken wäre, dass dieses Versicherungsunternehmen (heute "UNIQA") bis zum heutigen Tag dem ÖCV sehr nahe steht und im ÖCV-Haus in Wien eine eigene Versicherungsstelle unterhält. Waren die Inserate bis Ende 1937 noch betont "vaterländisch", lautete der Inseratentext 1938: "Cartellbrüder! Unsere Versicherung ist die Bundesländerversicherung. Sie ist eine heimische, rein arische Anstalt, bei der unsere Interessen am besten gewahrt sind, da Cartellbrüder fast aller Verbindungen dort tätig sind, ein Großteil in leitender Stellung. Du nützt daher nicht nur Dir selbst, sondern auch dem Cartellverband, wenn Du Deinen Versicherungsbedarf bei der Versicherungsanstalt der Österreichischen Bundesländer (...) tätigst." (Hervorhebung durch den Autor; Mitteilungsblatt 16, 17/1938, jeweils letzte Seite).
Der christlichsoziale bzw. christliche Antisemitismus fand auch nach dem Holocaust kein wirkliches Ende. Einer der Gründe, warum in Österreich wenig bis gar nichts unternommen wurde, um Überlebende bzw. jüdische EmigrantInnen zur Rückkehr nach Österreich zu bewegen, besteht meines Erachtens u.a. darin, dass viele der betont katholischen Beamten des austrofaschistischen Regimes (darunter viele Mitglieder des ÖCV) nach 1945 in ihrer Rolle als Opfer der Nationalsozialisten wieder in ihre alten Positionen einrückten, ohne ihre antisemitischen Vorurteile geändert zu haben (vgl. Kremsmayer). Beleg dafür sind zahlreiche antisemitische Äußerungen christlicher österreichischer Spitzenpolitiker aus der Nachkriegszeit.
So berichtete etwa das Züricher "Israelitische Wochenblatt" am 7. Dezember 1945, dass "in Wien eine Kundgebung statt [fand], die von vielen tausend Personen besucht war, um gegen die Einreise polnischer Juden zu protestieren." Anlässlich einer Kundgebung erklärte der Gründungsobmann der ÖVP, Parlamentspräsident und ÖCVer Leopold Kunschak "unter heulendem Beifall, er sei immer Antisemit gewesen und bleibe es weiterhin. In Österreich hätten weder einheimische noch fremde Juden etwas zu suchen." (zitiert nach Karl Pfeifer, Verehrter Antisemit, in: Volksstimme, 1. Mai 2003). Von Kunschaks Bundesbruder Leopold Figl sind folgende Zitate überliefert: "Die Juden wollen halt rasch reich werden", "Wir heissen alle Österreicher wieder bei uns willkommen, aber als Österreicher, nicht als Juden." (sprüche.at). Vom ÖCVer, steirischen Landesführer der Vaterländischen Front, Bundeskanzler von 1961 bis 1964, ÖVP-Obmann und Nationalrat Alfons Gorbach, der nach 1945 eine Versöhnungspolitik gegenüber den "ehemaligen" Nationalsozialisten betrieb (aeiou.at) ist folgendes Zitat überliefert: "Da mögen die Herren Emigranten noch so viel Moralinsäure verspritzen: Jene, die draußen [an der Front] ihren Mann gestanden haben, wissen besser, was anständig ist, als jene, die sich beim ersten Kräuseln des Ozeans in Übersee in Sicherheit gebracht haben. Ich spreche den Emigranten das Recht ab, in der NS-Frage mitzureden." (sprüche.at).
Besonders zynisch erscheint ein Beitrag Hubert Adolphs (Austria, Wien) über die wertvolle Sammlung couleurstudentischer Artikel des jüdischen Wiener Arztes Dr. Oskar Scheuer, auf die der ÖCV schon in den 1930er Jahren ein Auge geworfen hatte (Mitteilungsblatt 12/1936, S. 25). Der Artikel erschien der in der Festschrift zur "14. Cartellverbandsversammlung" 1956 in Wien: "Die Graphiksammlung soll die größte studentischen Charakters gewesen sein. Dem Sammeleifer Dr. Scheuers setzten die politischen Verhältnisse des Jahres 1938 aber ein Ende und zwangen ihn, er war Jude, seinen Besitz zu veräußern. Polizeilich ist festgehalten, dass er am 28. Oktober 1941 mit seiner Frau nach Litzmannstadt abgereist ist (
) Die zwangsweise veräußerte Sammlung Scheuers wird jedoch in Würzburg bleiben, da sein Gründer, der sie sicher wieder nach Wien gebracht hätte, nicht mehr unter den Lebenden weilt." (Hervorhebungen durch den Autor; 100 Jahre CV-Gedanke, S. 29). Elf Jahre nach dem Ende des Holocaust hätte dem Autor zu mindestens vage bekannt sein müssen, dass ca. 5000 Wiener Jüdinnen und Juden im Herbst 1941 auf Anordnung des "Reichssicherheitshauptamts" nach Lodz ("Litzmannstadt") deportiert und anschließend im dortigen Ghetto verhungerten bzw. in mobilen Tötungseinrichtungen ("Gaswagen") und im Vernichtungslager Auschwitz ermordet wurden. Nur 34 der 5000 nach Lodz deportierten Menschen erlebten ihre Befreiung, die Familie Scheuer war nicht unter ihnen (vgl. doew.at).
Die jüngsten antisemitischen Ausritte aus ÖCV-Kreisen, die weltweit Aufsehen erregten, stammen aus den späten 1980er Jahren, als das MKV-Mitglied Kurt Waldheim als ÖVP-Kandidat für die Bundespräsidentschaft kandidierte. Peter Michael Lingens (damals Kolumnist des Nachrichtenmagazins "profil") schrieb über antisemitische Aussagen wahlkämpfender ÖVP-Politiker: "50 Jahre nach Hitlers Einmarsch gilt dieses Land erneut als Hort des Antisemitismus. Dank Mock & Graff (...) Es bedarf nur noch der politischen Verbindung mit Bischof Krenn, und wir haben den guten alten christlichsozialen Antisemitismus wiederbegründet." (profil, 23. 11. 1987, zitiert in Andics, S. 399). Der damalige Außenminister Alois Mock (Norica, Wien; zahlreiche weitere Ehrenmitgliedschaften) sowie der damalige ÖVP-Generalsekretär Michael Graff (Austria, Wien) sind Cartellbrüder im ÖCV, Bischof Krenn ist Mitglied einer Verbindung des 1933 gegründeten Mittelschülerkartellverbands (MKV), der mit dem ÖCV eng kooperiert.
Und erst vor wenigen Jahren, nämlich 1997, verlangte der ÖCVer, "Malteser Ritter" und Mitglied des "Engelwerkes" Robert Prantner (Amelungia, Wien), dass sich ausgerechnet "die Juden" für eine der übelsten christlich-antisemitischen "Ritualmord"-Unterstellungen, nämlich der "Anderl von Rinn"-Legende, entschuldigen sollten (Katholisches Österreich, S. 206).
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